Probleme MÜSSEN bekämpft werden

Haben Sie schon mal was von der „Ätiologie“* gehört und das nicht im sonst üblichen medizinischen Sinne, sondern auf gesellschaftlicher Ebene? NEIN? Na da bin ich aber froh. Wie viele Auswirkungsbekämpfungsfetischisten würden sonst ihre Beschäftigung bzw. Arbeit verlieren, würde man nicht nur anfangen die Ursachen gesellschaftlicher Schieflagen zu ergründen, sondern diese auch noch beseitigen.
So wäre z.B. überhaupt nicht auszudenken was passieren würde, wenn wir jedem Menschen auf dieser Welt sein Grund- bzw. Geburtsrecht gewähren, die von Mutter Natur gegebenen Ressourcen zur Absicherung seiner eigenen Existenz zu nutzen. Das hätte für rund EIN Prozent der Weltbevölkerung katastrophale Folgen.

*) Die Lehre von den Ursachen (aus philosophischer Sicht)

Zum Glück verhindert aber Vater Staat die Bewusstmachung und Beseitigung von Ursachen und wir alle helfen dabei auch noch fleißig mit, weil sonst z.B. der Geldadel mangels Erwerbseinkommenserpressung früher oder später von ganz alleine zusammen brechen würde und wir gezwungen wären, ohne den uns lieb gewonnenen Klassenkampf, in eine modernere Gesellschaftsordnung überzugehen.

Solch subversive Gedankenspiele durch alternative Möglichkeiten werde ich aber weiterhin mit aller mir „von Ihnen“ verliehenen Macht mächtig verhindern, indem ich nun ebenfalls (einzig und alleine nur für Sie) Politiker werde. Als weiterer von Ihnen dann gut bezahlter Auswirkungsbekämpfungsfetischist sorge ich dafür, dass auf gesellschaftlicher Ebene alles beim Alten bleibt. Probleme müssen grundsätzlich bekämpft und dürfen niemals bewusst gemacht und schon gar nicht beseitigt werden, weil nur so die bestehende Gesellschaftsordnung aufrecht erhalten werden kann.

Ursachen zu beseitigen ist so sinnvoll, als würde man einen Motor erfinden der mit Wasser läuft, wo es doch schon längst mit Benzin funktioniert.

 

 

 

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